lehrer nrw: Löhrmann-Interview in der „Rheinischen Post“ vom 21.07.2010 sorgt für Unruhe an Realschulen.
Mit Interesse hat lehrer nrw im heutigen Interview der Rheinischen Post mit Schulministerin Sylvia Löhrmann zur Kenntnis genommen, dass die rot-grüne Minderheitsregierung keine Schulformen abschaffen will. Beruhigung will sich aber dennoch nicht einstellen, weil die Ministerin die Hauptschulen offenbar abschreibt und die Realschulen gar nicht erst erwähnt. „Das lässt uns befürchten, dass die Realschulen offenbar nur noch Verfügungsmasse sind, ein Rettungsanker für Hauptschulen und ein Reservoir für die so genannte Gemeinschaftsschule“, erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.
Ist auf die CDU noch Verlass?
Die Regierungsbildung in NRW scheint immer schwieriger zu werden. Die noch immer nach einem Regierungspartner suchende SPD in Nordrhein-Westfalen hat die CDU aufgefordert, sich vom dreigliedrigen Schulsystem zu verabschieden, wenn es zu Koalitionsverhandlungen kommen soll. Schulpolitisches Ziel der SPD ist letztlich die flächendeckende Einheitsschule.
Mit welchem Recht nimmt die SPD für sich in Anspruch, den einzigen richtigen Weg zu wissen, und gegen die Mehrheitsmeinung der Eltern in NRW und ohne bisherige empirischen Studien zur Kenntnis zu nehmen, Schulpolitik zu betreiben, so Regine Eckel, Vorsitzende der Bundesgemeinschaft Gegliedertes Schulwesen.
Geben die Christdemokraten ihre Verantwortung in der Bildungspolitik vorschnell preis?
Die anhaltenden Diskussionen um eine mögliche Große Koalition in Nordrhein-Westfalen nahm der Vorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbandes, Jürgen Böhm, zum Anlass, sich erneut besorgt über die Fähigkeit der CDU zur klaren Positionierung in der Bildungspolitik zu äußern.
„Es droht sich scheinbar zu wiederholen, wie die CDU in jüngerer Zeit mit ihrer Bildungspolitik in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird: zögerlich, desorientiert und allzu rasch zu faulen Kompromissen bereit“, so Böhm.
Der VDR-Vorsitzende appellierte an die CDU und ihren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Rüttgers, die gerade angelaufenen Koalitionsverhandlungen mit der SPD als Gelegenheit zu nutzen, um ihr Profil in landespolitisch besonders relevanten Bereichen zu schärfen und offensiv zu vertreten.
lehrer nrw und Landeselternschaft der Realschulen vor Sondierungsgespräch zwischen SPD, Grünen und Linken in großer Sorge.
Wenn sich am Donnerstag SPD, Grüne und Linke zu ihrem Sondierungsgespräch treffen und Möglichkeiten für ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis in NRW ausloten, verheißt das für die Schulen im bevölkerungsreichsten Bundesland nichts Gutes. Schon die schulpolitischen Vorstellungen von SPD und Grünen geben Anlass zur Sorge für Schüler, Eltern und Lehrer an Realschulen und Hauptschulen. Die Linke aber ist noch wesentlich radikaler in ihren bildungspolitischen Zielen. „Sollten sich SPD und Grüne mit der mit fragwürdigen Figuren gespickten Links-Fraktion um der Macht willen in ein Boot setzen, droht nicht weniger als der Untergang von Hauptschulen und Realschulen“, erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw.
Allensbach-Umfrage: "lehrer nrw" sieht sich im Kampf für ein vielgliedriges Schulsystem bestätigt.
Die heute in Berlin vorgestellte Allensbach-Umfrage zur Schulpolitik und zum Lehrerbild in Deutschland bestätigt einmal mehr, dass die Deutschen im Allgemeinen und die Bürger in Nordrhein-Westfalen im Besonderen keine Schulstrukturreformen wollen.
„lehrer nrw“ begrüßt CDU-Kampagne gegen Einheitsschule.
Die Kampagne der CDU gegen die rot-rote Einheitsschule kommt zur rechten Zeit. „Nachdem sich alle Parteien im Landtag entweder für die Einheitsschule (SPD, Grüne) oder für ein zweigliedriges Modell (FDP) ausgesprochen haben, setzt die CDU nun ein klares Signal für das gegliederte Schulsystem“, erklärt Brigitte Balbach, Vorsitzende von lehrer nrw. „Es ist höchste Zeit, dass die rot-rot-grünen Einheitsschul-Pläne als das entzaubert werden, was sie sind: ein fragwürdiges, unnötiges Experiment, das auf dem Rücken einer ganzen Schülergeneration ausgetragen wird und auf Kosten der Bildungsqualität gehen wird.“
RLV hat starken Partner im Kampf um den Erhalt der Realschulen.
Mit großer Freude sieht der Realschullehrerverband NRW, dass die CDU in Nordrhein-Westfalen Zeichen für die Realschulen setzt. Das Bekenntnis zur Schulform Realschule, das heute die münsterländischen CDU-Landtagsabgeordneten in eindrucksvoller Geschlossenheit abgegeben haben, ist ein weiteres wichtiges Signal. „Es ist gut zu wissen, dass wir im Kampf um die Realschulen in der CDU die stärkste politische Kraft im Lande an unserer Seite haben“, betont RLV-Vorsitzende Brigitte Balbach.
Stahl macht Anliegen der Realschulen zur Chefsache
Die rund 550 Realschulen in NRW leisten seit Jahrzehnten hervorragende Arbeit.
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